Governance

Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen – Herausforderungen für den Aufsichtsrat

 

Unternehmen stehen nicht nur durch die Corona-Pandemie vor großen Veränderungen. Auch die digitale Transformation und der Klimawandel haben erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen.

Es steht die Frage im Raum, womit in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren Umsatz generieren werden kann. Verstärkt wird dies zusätzlich durch die zunehmenden Folgen des Klimawandels und auch eines Fachkräftemangels in einigen Bereichen.

Diese erheblichen Auswirkungen verlangen auch einem Kontrollgremium wie dem Aufsichtsrat immer mehr ab. Die Gremienmitglieder fungieren zunehmend als Sparringspartner für den Vorstand. Aber anders als dies noch vor zwanzig Jahren der Fall war, veraltet bestehendes Wissen heutzutage viel schneller. Jahrzehntelange Berufs- und Führungserfahrung verlieren aufgrund der beschleunigten Veränderungen stetig an Bedeutung. Stattdessen treten digitale Kompetenzen und eine schnelle Auffassungsgabe für neue Technologien immer mehr in den Vordergrund.

 

Warum die Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen so wichtig ist

Wie bereits angesprochen, bedrohen sowohl die digitale Transformation als auch der Klimawandel einige Geschäftsmodelle. Anders als bei bisherigen Veränderungen gibt es hier eine Besonderheit: Die Veränderungen werden immer schneller. Unternehmen müssen immer schneller reagieren, um zukunftsfähig zu bleiben. Die Umsetzung von Veränderungen ist mit zunehmender Unternehmensgröße allerdings schwierig und bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich.

Wenn beispielsweise die Elektromobilität einen immer größer werdenden Marktanteil hat, ergeben sich massive Auswirkungen auf die Zulieferindustrie. Aus diesem Grund ist nicht nur ein breites Spektrum an Produkten bzw. Dienstleistungen wichtig, um nicht von einem einzelnen Markt abhängig zu sein. Für Unternehmen, die sich in Nischen spezialisiert haben, kann die Umsetzung mitunter schwierig sein.

Auch haben Innovationen in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Zahlreiche Unternehmen investieren einen nicht unbeachtlichen Teil ihrer erwirtschafteten Umsätze wieder in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Gerade vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels wird die Automatisierung von Prozessen immer weiter voranschreiten. Der Automatisierungsgrad hängt dabei entscheidend von den Produkten bzw. Dienstleistungen des Unternehmens ab.

Um die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern, ist entscheidend, dass das Geschäftsmodell zukunftsfähig ist. Die aktuelle wirtschaftliche Lage aufgrund der Corona-Pandemie verschärft diese Herausforderung allerdings erheblich. Um ihre Geschäftsmodelle weiterentwickeln zu können, werden ausreichend finanzielle Mittel für Innovationen benötigt. Doch diese sind bei vielen Unternehmen sehr knapp oder mussten aufgrund der Umsatzeinbrüche gekürzt werden.

 

Welche Herausforderungen der Aufsichtsrat meistern muss

Die Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, das Unternehmen im Veränderungsprozess zu begleiten. So muss nicht nur die Unternehmensstrategie regelmäßig hinterfragt und diskutiert werden. Auch der immer wichtiger werdende Stakeholder-Ansatz muss beachtet werden. Demnach liegt die Zielsetzung nicht nur bei den Investoren, sondern auch weiteren Interessensgruppen des Unternehmens. Dazu zählen beispielsweise Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit.

Wenn im Gremium unangenehme Entscheidungen getroffen werden, sind die Auswirkungen auf das Image des Unternehmens nicht zu unterschätzen. So achten nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Kunden zunehmend auf Aspekte der Nachhaltigkeit. Dabei liegt die Herausforderung darin, die wirtschaftliche Sichtweise nicht zu vernachlässigen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die sich aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus in einer ohnehin sehr angespannten finanziellen Lage befinden. Eine Fehlentscheidung, die zu erheblichen finanziellen Einbußen führt, kann dann mitunter die Existenz des Unternehmens gefährden.

Besondere Herausforderungen für den Aufsichtsrat bestehen dann, wenn das Unternehmen einerseits wirtschaftlich angeschlagen ist, andererseits aber Innovationen zur Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells erforderlich sind.

Die Balance zwischen Einsparungen und Investitionen zu finden, ist dabei besonders schwierig. Denn anders als in einer „normalen“ Wirtschaftskrise hängt die Erholung der Konjunktur von der Entwicklung des Corona-Virus ab. Der Aufsichtsrat sollte sich daher bei Bedarf häufiger austauschen als in einer wirtschaftlich ruhigeren Situation. Möglicherweise müssen getroffene Entscheidungen kurze Zeit später an die aktuelle Situation angepasst werden. Wichtig dabei ist es, die aktuellen Entwicklungen und Prognosen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Zukunftsfähig zu sein, beginnt mit einer modernen Unternehmensführung.

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