Interview

Diligent Talk: Interview mit Anja Huber, Executive Assistant & Office Managerin

Die neue Chefgeneration der Millennials oder Generation Z kommt immer mehr in die Unternehmen und bringt neuen Schwung in die Arbeitsweise vieler Organisationen. Stimmt Sie dies positiv oder eher negativ mit Blick auf die Zusammenarbeit mit jüngeren Vorgesetzten?

Die Chefgeneration der Millennials ist mit den technischen Möglichkeiten sich selbst zu organisieren aufgewachsen. Die Nutzung von Mobile Devices, Apps und diversen smarten Lösungen sowohl für das eigene Zuhause als auch für das Büro ist für sie selbstverständlich. Zudem haben sie durch ihre Erziehung ein komplett anderes Rollenbild – die Assistenz ist nicht zuständig für alle unliebsamen administrativen Aufgaben, sondern die Assistenz ist eine geschätzte, kompetente Kollegin, mit der sie sich die Bälle zuwerfen und gemeinsame Ziele verfolgen und erreichen. Diese Art von Zusammenarbeitet wertet nicht nur die Rolle der Assistenz auf, sondern es motiviert die Assistenz sich ständig weiterzubilden, um mit der neuen Generation der Kollegen mithalten und ihrem eigenen Anspruch gerecht werden zu können.

Assistenzen sind strategische Business Partner. Stimmen Sie dem zu?

Ich wünsche jeder Assistenz, von ihren Kollegen als strategischer Business Partner wahrgenommen zu werden. Auch in den vergangenen Jahrzehnten galten die Assistentinnen als Ratgeber, Stimme des Unternehmens, Vertrauensperson und hatten ihr Ohr am Puls der Zeit. Sie zeichneten sich durch soziale Kompetenz und weibliches Gespür aus. Jedoch agierte die Assistenz im Hintergrund.

Heute werden Assistenzen sichtbar, treten aus dem Schatten der Kollegen hervor, zeigen selbstbewusst, was sie können und zu leisten bereit sind. Das sind die Voraussetzungen für die Rolle als strategischer Business Partner. Das Vertrauen der Kollegen in die Assistenz wächst, sie werden gefordert aber auch gefördert und haben damit die Möglichkeit sich als Allrounder oder Spezialist weiterzuentwickeln.

Bei Atreus nehmen Assistenzen, z.B. die Aufgabe als Qualitätsmanagerin, Datenschutzbeauftragte oder IT-Koordinatorin wahr und stehen ihren Kollegen bei internen Projekten im Rahmen der Unternehmensentwicklung als Sparrings-Partner zur Seite.

Was glauben Sie, warum ist das Bild der Assistenz an vielen Stellen noch immer so verfälscht? Was kann die Berufsgruppe dagegen tun? 

Ich denke, dass nicht selten die Assistenz selbst daran schuld ist. Viel zu oft stellen Assistenzen ihr Licht unter den Scheffel und haben Angst vor ihrer eigenen Courage. Außerdem erlebe ich häufig, dass Assistenzen sich ihrer Stärken nicht bewusst sind und sich nicht damit beschäftigen, wofür sie stehen und was sie auszeichnet. Die Assistenzen sollten den Austausch mit ihren Kollegen und in Netzwerken suchen. Man kann so viele Impulse und Anregungen mitnehmen, die helfen, sich selbst zu stärken, sich im eigenen Unternehmen richtig zu positionieren oder aber auch ein geeignetes, neues berufliches Umfeld zu finden.

 

 

Seit 2010 gehört Anja Huber zum Team der Atreus GmbH. Begonnen hat sie als Vertriebsassistentin, mittlerweile ist sie als Assistentin eines Mitglieds des Executive Boards tätig und als Office Managerin für ein Team von 14 Assistenzen verantwortlich.

Nach ihrer Ausbildung als Bankkaufrau und über 10 Jahre als Assistentin in verschiedenen Bereichen der Commerzbank AG in München, entschloss sie sich in das damals noch kleine, innovative und schnell wachsende Unternehmen, die Atreus GmbH, zu wechseln. Hier hat sie durch flexible Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle ihre perfekte Life-Balance zwischen dem dynamischen Berufsleben in München und ihrem Familienleben auf La Palma/Kanaren gefunden.

Die Atreus GmbH, Marktführer im Interim Management in Deutschland sowie einer der führenden europäischen Anbieter, löst schwierige Managementaufgaben in Transformationssituationen und stellt erfahrene Manager für Linien-, Projekt- oder Programmmanagement bereit. Atreus Manager sind erfahrene Geschäftsführer, Projekt- bzw. Change-Manager sowie ergebnisorientierte Umsetzer und werden als Interim Manager und operative Berater sofort und passgenau auf die jeweiligen Herausforderungen eingesetzt.

 

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