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Diligent Talk: Interview mit Daniela Leutwyler, Personal Assistant

Sind Sie bereits angekommen im „digital workplace“? Welche Tools sind wichtig für die Assistenz 4.0?

Ja, sehr sogar. Ich war schon immer sehr interessiert an allem digitalen und technologischen und bin wohl das, was man einen Early Adopter nennt. Meine wichtigsten Arbeitstools, um im „digital workplace“ effizient arbeiten zu können, sind natürlich zuallererst eine verlässliche und starke Internetverbindung. Dann aber auch die verschiedenen Softwares, die mir den Arbeitsalltag als remote arbeitende Personal Assistant erleichtern.

 

Wie virtuell arbeiten Sie bereits? Welche Hürden gibt es dabei?

Wie bereits erwähnt, arbeite ich hauptsächlich virtuell. Mein Arbeitgeber Strategyzer AG und seine Co-Founder Alex Osterwalder, dessen PA ich bin, und Alan Smith haben das Unternehmen von Anfang an als „fully distributed company“ aufgestellt. Zwar haben wir noch ein Büro in Zürich/Schweiz und in Toronto/Kanada, gut Dreiviertel unserer Mitarbeitenden arbeiten aber auf der ganzen Welt verteilt, sei im Homeoffice, wie ich oder in einem Co-Workingspace. Da ich aber auch für die Events unserer Firma zuständig bin, wie zum Beispiel unsere Strategyzer Masterclasses, bin ich dort dann jeweils vor Ort mit dabei. Auβerdem begleite ich Alex Osterwalder auch teilweise zu Veranstaltungen, bei denen er als Keynote-Speaker auftritt, um die ganzem organisatorischen und administrativen Themen mit den Organisatoren vor Ort zu handhaben und ihm so den Rücken freizuhalten damit er sich voll und ganz auf seine Keynote oder seinen Workshop konzentrieren kann. Dies gesagt, sind die gröβten Hürden im Alltag für mich die Asynchronität aufgrund der Zeitverschiebungen, aber auch, dass man auch mit Kollegen in regem Kontakt bleibt, mit denen ich nicht sowieso regelmäβig in Bezug auf meine täglichen Aufgaben zu tun habe. Und dann natürlich auch, dass sich eben zum Beispiel Events noch nicht wirklich virtuell organisieren lassen. Dort ist es dann doch immer noch wichtig, selber vor Ort zu sein und die Fäden in der Hand zu behalten!

 

Die neue Chefgeneration der Millennials oder Generation Z kommt immer mehr in die Unternehmen und bringt neuen Schwung in die Arbeitsweise vieler Organisationen. Stimmt Sie dies positiv oder eher negativ mit Blick auf die Zusammenarbeit mit jüngeren Vorgesetzten?

Mich stimmt das sogar sehr positiv, da ich bis jetzt nur Vorteile darin sehen konnte, dass die Chefgeneration altersmäβig näher bei mir liegt. Die Interessen und das Verständnis für die Prioritäten im Leben ist viel ähnlicher und erleichtert einem dadurch die Zusammenarbeit. Einen jüngeren direkten Vorgesetzten hatte ich bis jetzt noch nicht, das wird aber bestimmt irgendwann auch einmal passieren, wir alle werden ja nicht jünger. Mit den jüngeren Managern, mit denen ich es aber bis jetzt zu tun hatte, konnte ich sehr gut zusammenarbeiten. Ich lernte von ihnen und sie waren auch bereit von mir zu lernen – win-win also im ganz klassischen Sinn.

Bio:
Daniela Leutwyler ist seit August 2018 Personal Assistant von Alex Osterwalder, Co-Founder von Strategyzer AG, einem Unternehmen, das Unternehmen hilft, ihre schwierigsten Herausforderungen im Bereich Innovation und Strategie zu lösen, indem es ihnen die Tools dafür gibt und ihnen beibringt, diese richtig zu nutzen. Erst ein paar Monate zuvor, im März 2018, hatte sie sich als Virtual Assistant mit dem Ziel, zukünftig standortunabhängig ihrem Beruf nachgehen zu können, selbständig gemacht. Leutwyler blickt auf über 20 Jahre Berufserfahrung als Assistentin zurück, zuletzt während über sieben Jahren als Executive Assistant von Marc Walder, CEO Ringier AG.

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